Dachverband

Slow Food Österreich 

Seit mehr als 20 Jahren bauen im ganzen Land die Mitstreiter*innen von Slow Food Netzwerke zu Erzeuger*innen auf und setzen sich für traditionelle Lebensmittel ein, sie organisieren Verkostungen und Workshops, sie regen Köchinnen und Köche an, regionale Produkte zu nutzen und fördern schon bei Kindern das Bewusstsein für guten Geschmack. 17 Slow Food Convivien und 9 Slow Food Gemeinschaften, 3 Märkte der Erde und zwei Slow Food Travel Regionen sind das sichtbare Zeichen dieses Engagements.

2020 haben wir Slow Food Österreich gegründet, um die Arbeit der Convivien und Gemeinschaften zu unterstützen. Als nationaler Dachverband agieren wir als Netzwerk und Plattform sowie als Inkubator für neue Ideen, die wir im Sinne der Slow Food Philosophie in ganz Österreich vorantreiben wollen. 

Motivation dafür sind auch die Projekte, die schon umgesetzt wurden und werden: die weltweit erste Slow Food Reiseregion in Kärnten, die Terra Madre in Wien, die Märkte der Erde im Burgenland und in Niederösterreich. Die Miniköche in Vorarlberg, die Schulworkshops in Oberösterreich, der kulinarische Wegweiser für die Steiermark, der Wirtshausführer, die Slow Food Tage in Saalfelden und vieles mehr. Dazu kommen über 60 schützenswerte Lebensmittel, die in den Katalog der Arche des Geschmacks aufgenommen wurden: von Brodakas bis Wiener Schnecke.

Als Slow Food Österreich holen wir großartige Lebensmittelproduzent*innen vor den Vorhang, wir vernetzen Lebensmittelhandwerker*innen mit Konsument*innen. So wollen wir bei noch mehr Menschen ein Interesse dafür wecken, was in und hinter unseren Lebensmitteln steckt. Wir sehen es auch als unsere Mission, als starke politische Stimme auf die Fehler, Widersprüche und Schwachstellen des Systems aufmerksam zu machen – und alternative Möglichkeiten aufzuzeigen. Denn nachhaltige Veränderung braucht auch die richtigen politischen Weichenstellungen.

"Mit der Bewältigung der Coronakrise und ihrer Auswirkungen werden sich auch unsere Lebens- und Konsumgewohnheiten zugunsten einer nachhaltigeren, ökologischeren Landwirtschaft und einer neuen Esskultur verändern müssen."