Willkommen zu unserer März-Genusspost! Wir versorgen dich mit genussvollen Neuigkeiten aus der Welt von Slow Food im März..
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| Wenn wir über Essen sprechen, denken wir meist zuerst an das, was auf dem Teller liegt. Doch jedes Lebensmittel beginnt lange vorher: beim Samenkorn, auf Feldern und Weiden, in Gärten, Ställen, Backstuben, Käsereien und Küchen. Und bei Menschen, die daraus etwas machen. Genau diese Geschichten möchten wir erzählen – und die Menschen sichtbar machen, die hinter unseren Lebensmitteln stehen. Viele dieser Hände gehören Frauen. Seit Jahrtausenden bauen sie Lebensmittel an, machen sie haltbar, bewahren Saatgut und geben Wissen über Küche und Verarbeitung weiter. Ein großer Teil dieser Arbeit geschieht im Alltag: beim Einkochen von Obst, beim Einlegen oder Fermentieren von Gemüse, beim Weitergeben von Rezepten und Handgriffen, die oft nie aufgeschrieben werden. Tätigkeiten, die unsere Esskultur prägen und die noch immer häufig von Frauen getragen werden, meist zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit. Der 8. März erinnert jedes Jahr daran, genauer auf diese Arbeit zu schauen. Doch ein Tag im Jahr – oder selbst ein ganzer Monat – wird ihr kaum gerecht. 2026 rückt das Thema auch international stärker in den Fokus: Die Vereinten Nationen haben das Jahr zum International Year of the Woman Farmer erklärt. Damit wächst die Aufmerksamkeit für die Rolle von Frauen in Landwirtschaft und Ernährung – und zugleich die Gelegenheit, Strukturen zu hinterfragen: von Landrechten über den Zugang zu Märkten bis hin zu der Frage, wessen Stimmen und Geschichten sichtbar werden. In dieser Ausgabe begegnen wir vielen Frauen, die sich für eine lebendige und zukunftsfähige Esskultur einsetzen – im Alltag ebenso wie im Beruf. Sie bewirtschaften Höfe, bewahren traditionelle Sorten, entwickeln Rezepte, revitalisieren Slow Food Convivien, schreiben Bücher oder gestalten Podcasts, gründen Kollektive, organisieren Veranstaltungen oder eröffnen Greißlereien, Restaurants und Bistros. Auf ganz unterschiedliche Weise gestalten sie unsere Lebensmittelkultur und tragen dazu bei, dass sie lebendig bleibt und sich weiterentwickelt. | |
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aus der Arche des Geschmacks Alte Sorten & Rassen – Vielfalt bewahren. Essen, was wir retten wollen. | |
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| Die Pustertaler Sprinzen galten einst als die schönste Rinderrasse Europas. Bei der Weltausstellung 1873 in Wien wurden sie für ihre markante Zeichnung gefeiert: roter oder schwarzer Körper mit weißen Streifen, als „Sprinzen“ mit feinen Tupfen oder als „Schecken“ mit größeren Flecken. Die robuste alpine Rasse stammt aus dem Tiroler Pustertal und ist ideal an die Bergweidehaltung angepasst – genügsam, weidetüchtig und mit ausgeprägten Muttereigenschaften. Durch die Weltkriege und den Zusammenbruch des traditionellen Viehhandels gerieten die Pustertaler Sprinzen jedoch stark unter Druck und waren zeitweise vom Aussterben bedroht. Dank engagierter Züchter:innen wie Thomas Strubreiter aus Scheffau und gezielter Erhaltungsprogramme in Österreich und Südtirol gibt es heute wieder rund 5.000 Tiere. Geschätzt wird neben ihrer Bedeutung für die Biodiversität auch die Qualität ihres fein marmorierten, aromatischen Fleisches. | | | |
Miso-geschmorte Ochsenschulter auf Gewürzreis mit Knusperboden ein Rezept der VIELFALT von Slow Food Köchin Bernadette Wörndl | |
| Dieses Ragout ist ein Gericht für Tage, an denen Zeit eine Zutat sein darf. Das Fleisch wird zunächst kräftig angebraten und anschließend mit Wurzelgemüse, Weißwein, Kräutern und Gewürzen langsam im Ofen geschmort. Dabei verbinden sich die Aromen zu einer tiefen, warmen Sauce, während das Fleisch nach und nach weich und saftig wird. Serviert wird das Ragout mit duftendem Gewürzreis: ein Gericht, das zeigt, wie viel Geschmack entstehen kann, wenn man guten Zutaten Geduld und Aufmerksamkeit schenkt. | | | |
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über den Tellerrand gelesen, gehört & entdeckt | |
| | brand eins Magazin: Mit Essen spielt man nicht Was ist uns unser Essen eigentlich wert? Die aktuelle Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins widmet sich genau dieser Frage – und schaut hinter die Strukturen unseres Ernährungssystems. Unter dem Titel „Mit Essen spielt man nicht“ geht es um steigende Lebensmittelpreise, die Macht der Supermärkte, neue Produktionsformen und die Frage, wie eine wachsende Weltbevölkerung künftig satt werden kann. Die Ausgabe zeigt auch eindrücklich, welche Folgen reine Preislogik für Landwirtschaft, Böden und Lebensmittelqualität hat. | | |
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ESSENziell Podcast von Ursula Riegler In der aktuellen Folge des Podcasts „ESSENziell – was auf den Teller kommt“ spricht Ursula Riegler mit drei Frauen aus Gastronomie und Weinbau über Sichtbarkeit und Machtverhältnisse in der Branche. Anlass ist der dritte Geburtstag des Female Wine Collective, einer Initiative, die sich für mehr Präsenz und Vernetzung von Frauen in der Weinwelt einsetzt. Sommelière Mara Feißt, Gastronomin Rebecca Rosengren und Winzerin Agnes Mantler erzählen, warum sie das Netzwerk gegründet haben – und weshalb strukturelle Veränderungen noch immer notwendig sind. | | | |
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| | „Who the f*** is Heidi?“ von Sarah Satt Was passiert, wenn eine Wiener Werbetexterin ihren Job kündigt, um Käse zu verkaufen? In „Who the f*** is Heidi?“** erzählt die Autorin und Texterin Sarah Satt von ihrem Sprung ins Unbekannte – von Wien in die Welt der handwerklichen Käseproduktion. Ein Praktikum bei den Schweizer Käsemachern von Jumi führt sie schließlich nach London: in Reifekeller, auf legendäre Märkte und in die Küchen der besten Restaurants der Stadt. Das Buch ist zugleich Reisebericht, Selbstexperiment und Liebeserklärung an gutes Essen. | | |
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„Mit Alles“ Kulinarikfestival von Katrin Hofmann Am 27. und 28. März 2026 findet im Projektraum WUK in Wien bereits zum siebten Mal das Kulinarikfest „MIT ALLES“ statt. Initiiert wurde das Format von Katrin Hofmann. Einmal im Jahr bringt „MIT ALLES“ jene Menschen zusammen, die mit hochwertigen Lebensmitteln arbeiten oder sie herstellen. Besucher:innen können sich durch Naturweine (u.a. von den Slow Food Betrieben Weingut Schmelzer und Bioweingut Lehner), fermentierte Getränke, Cidre, Wermut oder alkoholarme Drinks kosten und neue Geschmackswelten entdecken. | | | |
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| | Slow Food Wien ist zurück! Mit neuem Schwung startet das Slow Food Wien in den Frühling. Unter der Leitung von Nachhaltigkeitsexpertin Birgit Farnleitner wurde das Convivium revitalisiert und präsentiert ein abwechslungsreiches Programm rund um gutes, sauberes und faires Essen. Die Veranstaltungen reichen von einem Fermentations-Workshop zu Kombucha und anderen sprudelnden Getränken über einen veganen Kochkurs mit saisonalem Frühlingsmenü bis hin zu einer Werksführung in der Wiener Schinkenmanufaktur Thum und einer Käseverkostung mit Käsesommelière Isabella Straus. | | |
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Freie Ernteanteile am Jaklhof Am Jaklhof in Kainbach bei Graz zeigt Bäuerin Anna Ambrosch, wie gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft funktionieren kann. Wer mitmacht, begleitet den Hof eine Saison lang und erhält von Februar bis Dezember jede Woche eine Kiste mit saisonalem Bio-Gemüse. Die Ernte folgt dabei dem Rhythmus des Jahres: zarte Blattgemüse im Frühjahr, Tomaten, Gurken und Zucchini im Sommer, später Wurzel- und Lagergemüse. Besonders spannend ist die Sortenvielfalt – darunter viele alte oder seltene Gemüsesorten, die im Handel kaum zu finden sind. | | | |
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| | Workshop-Reihe zum Thema Selbstversorgung Wer selbst mehr über Gemüseanbau und Selbstversorgung lernen möchte, findet ebenfalls am Jaklhof ein neues Workshopprogramm. In vier saisonalen Praxisworkshops begleitet das Team rund um Anna Ambrosch Interessierte Schritt für Schritt durch das Gartenjahr. Von der Planung und Anzucht im Frühjahr über Sommergemüse bis zu Herbst- und Winterkulturen zeigen die Workshops, welche Arbeiten im jeweiligen Moment sinnvoll sind und welche Pflanzen gerade gesetzt werden können. | | |
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zu Gast bei Neue RESTAURANTS im Slow Food Genussführer | |
Heu & Gabel | Wien Am Meidlinger Markt in Wien führen Katharina Schinner-Krendl und ihr Mann Mario mit dem Heu & Gabel einen Ort, an dem Feinkostladen und Küche zusammenkommen. Gemeinsam mit Köchin Clara Aue entsteht hier eine saisonale, handwerklich geprägte Küche, die eng mit Produzent:innen verbunden ist. Viele Lebensmittel stammen von Höfen, die das Team persönlich kennt – vom Bio-Rindfleisch aus dem Weinviertel bis zum Bio-Schafkäse aus Kärnten. Für Katharina, Mario und Clara steht dabei immer die gleiche Frage im Mittelpunkt: Woher kommt ein Produkt und wie wurde es erzeugt? | | | |
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| | Café Caché | Wien Im Wiener Bezirk Fünfhaus führt Lisa Machian gemeinsam mit ihrem Mann Arnaud Champetier das Café Caché – ein kleines Bistro, das französische Leichtigkeit mit Wiener Gelassenheit verbindet. Nach Jahren in Paris, wo Lisa in Restaurants arbeitete, entstand hier ein Lokal, das auf handwerkliche Küche und hochwertige Grundprodukte setzt. Gemüse kommt von Bio-Betrieben wie Dirndl am Feld oder Adamah, Fleisch ausschließlich aus biologischer Landwirtschaft. Kulinarisch verbindet Lisa österreichische und französische Klassiker mit einem feinen, oft überraschenden Dreh. | | |
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Espresso – Café & Natural Winebar | Wien Seit über zwanzig Jahren prägt Julia Zerzer gemeinsam mit Michael Novak das Espresso in der Wiener Burggasse – ein Lokal, das Café, Natural-Winebar und Lebensmittelhandwerk verbindet. Schritt für Schritt haben sie ihre Küche auf biologische Produkte, kleine Produzent:innen und klare Saisonalität ausgerichtet; seit 2020 ist der Betrieb offiziell bio-zertifiziert. Viele Lebensmittel werden im Haus verarbeitet oder haltbar gemacht – von Würsten und Pastrami bis zu Fermentiertem. Mit dem Espresso Buffet wurde das Konzept zuletzt erweitert, sodass Gäste viele dieser Produkte auch mit nach Hause nehmen können. | | | |
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|  für den Terminkalender | |
Samstag, 14.03.2026 Markt der Erde Vöcklabruck: Bio-Frühlingsgenuss | | | |
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Samstag, 14.03.2026 Retter BioGut | Brotbackkurs | | | |
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Samstag, 14.03.2026 Regionalmarkt Horn – Markt der Erde | | | |
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Samstag, 14.03.2026 Jaklhof | Workshop: Frisches Blattwerk – dein Start ins Gemüsejahr | | | |
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Donnerstag, 19.03.2026 Ölmühle Fandler | Cook & Talk mit Maria Gaukel: Genussvoll kochen – leichter leben | | | |
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Freitag, 20.03.2026 Retter BioGut | Zero Waste Dekorations-Kurs | | | |
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Montag, 23.03.2026 Slow Food Wien | Sprudelndes Wissen: Kombucha & fermentierte Getränke selbst machen | | | |
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Donnerstag, 26.03.2026 Restaurant Wildling | Winzer packen aus! | | | |
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Freitag, 27.03.2026 Restaurant Broadmoar | Sip & Dine mit Winzer Franz Strohmeier | | | |
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Samstag, 28.03.2026 Regionalmarkt Horn – Markt der Erde | | | |
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| | „Für ein gutes Lokal sind für mich drei Dinge zentral: die Produkte, die Menschen, die hier essen, und die Mitarbeiter:innen.“ LISA MACHIAN CAFÉ CACHÉ | | |
FOTOCREDITS | 1) HEU & GABEL; 2) SÜDTIROLER BAUER/ FLORIAN ANDERGASSEN; 3) BERNADETTE WÖRNDL; 4) BRAND EINS; 5) ESSENZIELL PODCAST; 6) SARAH SATT; 7) MIT ALLES KULINARIKFESTIVAL; 8) Marko Zlouma Zlousic; 9+10) JAKLHOF; 11) HEU & GABEL; 12) CAFé Caché; 13) ESPRESSO; 14) CAFé CACHé; | |
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