Willkommen zu unserer April-Schneckenpost! Wir versorgen dich mit genussvollen Neuigkeiten aus der Welt von Slow Food im April..
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| Slow Food ist ein Netzwerk. Ein Netzwerk aus Menschen, die Verantwortung übernehmen – für das, was sie erzeugen, verarbeiten und weitergeben. Diese Verantwortung zeigt sich nicht nur in Prinzipien, sondern ganz konkret in der Art und Weise, wie Lebensmittel entstehen. Ein zentraler Zugang dazu ist eine Landwirtschaft, die im Einklang mit natürlichen Kreisläufen arbeitet. Eine Landwirtschaft, die Böden aufbaut, Vielfalt fördert und Ressourcen schont – und damit das erfüllt, was Slow Food unter „sauber“ versteht. Gemeint ist ein Wirtschaften nach agrarökologischen und regenerativen Prinzipien, eine Landwirtschaft innerhalb planetarer Grenzen. Für Slow Food Österreich bedeutet das: biologische Bewirtschaftung. Weniger als ein Label als vielmehr eine grundlegende Orientierung. Eine gemeinsame Basis ist notwendig. Und Bio steht für eine Bewirtschaftungsweise, die auf chemisch-synthetische Pestizide und leicht lösliche Mineraldünger verzichtet und stattdessen auf lebendige Böden, vielfältige Fruchtfolgen und funktionierende Nährstoffkreisläufe setzt. Gerade in einer Zeit, in der globale Lieferketten fragil erscheinen und die Abhängigkeit vieler landwirtschaftlicher Betriebe von externen Betriebsmitteln wieder deutlich sichtbar wird, zeigt sich die Bedeutung dieser Form von Landwirtschaft. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist regional verankert und möglichst unabhängig – von importierten Futtermitteln, von energieintensiven Betriebsmitteln und von kurzfristigen Marktlogiken. Sie braucht Betriebe, die ihre Standorte kennen, ihre Böden pflegen, in Kreisläufen wirtschaften und ihre Produktionsweise langfristig denken. Gleichzeitig zeigt sich: Bio allein ist noch kein Garant für Qualität. Erst im Zusammenspiel mit kleinbäuerlichen Strukturen, Handwerk, Regionalität, Fairness und einem klaren Verständnis für guten Geschmack entsteht das, was Slow Food unter „gut, sauber und fair“ versteht. Betriebe im Slow Food Österreich Netzwerk gehen genau diesen Schritt weiter. Sie arbeiten über Standards hinaus und verbinden ökologische Landwirtschaft mit handwerklicher Verarbeitung und regionaler Verankerung. Sie erhalten alte Sorten und Rassen, pflegen enge, faire Beziehungen – untereinander und zu ihren Kund:innen – und verarbeiten ihre Rohstoffe selbst. So entstehen Lebensmittel, die ihre Herkunft erzählen – und geschmacklich unverwechselbar sind. | |
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|  Slow Food am Teller Ein Produkt aus dem Netzwerk – ein Rezept zum Nachkochen Marchfelder Bio-Sanddorn | Marchfeld, Niederösterreich Im südöstlichen Marchfeld, einer der sonnenreichsten Regionen Österreichs, wächst eine Frucht, die lange Zeit kaum Beachtung fand: Sanddorn. Zwischen trockenen Sommern, kalten Wintern und leichten, durchlässigen Böden entsteht hier eine Frucht, die ganz vom Klima dieser Landschaft geprägt ist – intensiv, säurebetont und reich an Inhaltsstoffen. | |
| Seit 2019 bewirtschaften Veronika und René Burik ihren Sanddorngarten auf rund 5,8 Hektar. Was wie eine Nische wirkt, ist eine bewusste Entscheidung für eine Kultur, die gut mit veränderten klimatischen Bedingungen zurechtkommt. Sanddorn gilt als robuste Pionierpflanze – trockenheitsresistent, genügsam und ökologisch wertvoll. „Mit der Natur im Einklang zu arbeiten und einen wertvollen Rohstoff in bester Qualität zu ernten, das ist unser Anliegen“, sagt Veronika Burik. Rund um die Pflanzen ist dabei ein vielfältiger Lebensraum entstanden, der Vögeln, Insekten und Niederwild Nahrung und Schutz bietet. | | | |
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Sanddorn-Apfeltascherl aus Erdäpfelteig mit Walnuss-Zimt-Bröseln ein Rezept von Slow Food Köchin Babs Zobl | |
| | | Verarbeitet wird der Sanddorn von Veronika und René Burik direkt am Betrieb – zu puren Säften, Mischsäften, Fruchtaufstrichen oder auch als tiefgekühlte Beeren. Sein charakteristischer Geschmack – zugleich fruchtig, herb und klar – macht ihn zu einer Zutat, die sowohl pur als auch in der Küche vielfältig einsetzbar ist. Slow Food Köchin Babs Zobl kombiniert den puren Sanddorn-Saft mit Apfel, kocht ihn dick ein und bereitet daraus eine Fülle für Erdäpfeltascherl, die gemeinsam mit Walnuss-Zimt-Bröseln zu einem runden Gericht werden. | | |
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Freitag, 03.04.2026 Kirscherlebnisführung zur Kirschenblüte | | | |
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Samstag, 04.04.2026 Markt der Erde Parndorf: GRÜN SO GRÜN | | | |
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Samstag, 04.04.2026 Regionalmarkt Horn - Markt der Erde | | | |
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Mittwoch, 08.04.2026 Slow Food Wien: Pflanzlich glücklich – der Frühling auf dem Teller | | | |
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Samstag, 11.04.2026 Markt der Erde - Slow Food Earth Market Lutzmannsburg | 8. Geburtstag | | | |
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Samstag, 11.04.2026 Slow Food Oberösterreich: Verkostung & Führung in der Brauerei Hofstetten | | | |
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Donnerstag, 16.04.2026 Cook & Talk in der Ölmühle Fandler mit Maria Gaukel: Natürlich im Gleichgewicht – Frauengesundheit im Fokus | | | |
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Donnerstag, 16.04.2026 Slow Food Oberösterreich: Genuss ist grenzenlos | | | |
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Freitag, 17.04.2026 Slow Food Wien: Schinken mit Tradition - Werkbesuch bei Thum Schinken | | | |
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17. bis 19.04.2026 10 Jahre SPEZEREY: Jubiläum & Weinfrühling Gols | | | |
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Freitag, 17.04.2026 Kunst zu Gast beim Pankrazhofer | | | |
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Freitag, 17.04.2026 Shaun das Schaf – Fine-Dining-Menü bei den Pastamachern | | | |
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Samstag, 18.04.2026 Ganztagesworkshop am Jaklhof: Selbstversorgung im eigenen Gemüsegarten | | | |
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Sonntag, 19.04.2026 Slow Food Oberösterreich: ein Tag am Bergergut mit Thomas Hofer | | | |
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|  wo gut, sauber und fair gelebt wird Neue PRODUZENT:INNEN & MANUFAKTUREN IM SLOW FOOD NETZWERK | |
Bio Vollwertbäckerei Gradwohl | Weppersdorf, Burgenland In der Bio-Vollwertbäckerei Gradwohl in Weppersdorf steht seit 1959 das ganze Korn im Mittelpunkt. Heute führen Oliver Gradwohl und Julia Bader-Gradwohl den Familienbetrieb in dritter Generation und verbinden traditionelles Bäckerhandwerk mit einem klaren Fokus auf Bio-Getreide, Vollkorn und lange Teigführungen. Gebacken wird mit Zeit, Erfahrung und viel Handarbeit – vom Sauerteigbrot bis zum Dinkelgebäck. Die eigene Vermahlung des Getreides, regionale Rohstoffe und die Überzeugung, dass Qualität vor Schnelligkeit steht, prägen den Betrieb bis heute. | | | |
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| | Weingut Martin & Melanie Muthenthaler | Wachau, Niederösterreich Im rauen Klima des Spitzer Grabens bewirtschaften Martin und Melanie Muthenthaler ein Weingut, das ganz auf Herkunft und Handarbeit setzt. Auf steilen Schieferhängen entstehen ausschließlich Riesling und Grüner Veltliner aus eigenen Lagen – biologisch gepflegt, spontan vergoren und mit viel Zeit ausgebaut. Die kargen Böden und das kühle Mikroklima bringen geringe Erträge, dafür aber präzise, charakterstarke Weine hervor. Über zwanzig Arbeitsschritte im Jahr erfolgen von Hand, teils wird sogar mit Pferden gearbeitet. | | |
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hofwärts | St. Stefan im Rosental, Südoststeiermark Am Koglerhof in der Südoststeiermark zeigen Isabella und Nikolaus Bösch-Weiss, wie vielfältig kleinstrukturierte Landwirtschaft sein kann. Im Mittelpunkt stehen Krainer Steinschafe – eine alte, robuste Rasse, die auf kräuterreichen Weiden gehalten und direkt am Hof verarbeitet wird. Fleisch, Wurstprodukte und Felle entstehen in überschaubaren Mengen, ergänzt durch einen großen Gemüsegarten, Bienen und Hühner. Mit Workshops öffnen die beiden ihren Hof und geben Einblick in eine Landwirtschaft, die bewusst klein gedacht ist. | | | |
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| | Weingut Schmelzer | Gols, Nordburgenland In Gols am Neusiedler See führen Georg und Georg Schmelzer (Vater und Sohn) ein biodynamisch bewirtschaftetes Weingut, das als geschlossener Kreislauf gedacht ist. Neben den Reben gehören auch Schafe, Hühner, Bienen sowie Obst- und Kräutergärten zum Betrieb. Seit den 1980er-Jahren biologisch geführt, arbeitet Familie Schmelzer heute konsequent biodynamisch – mit eigenen Präparaten, viel Handarbeit und einem klaren Fokus auf gesunde Böden. Die Weine entstehen mit minimalen Eingriffen, werden spontan vergoren und teils ohne Filtration oder Schwefel abgefüllt. | | |
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| | „Wir nehmen uns Zeit für jedes Produkt, arbeiten mit Hand und Herz und achten auf beste Zutaten. Für uns zählt Qualität, Geschmack und Nachhaltigkeit mehr als Schnelligkeit. So entsteht Handwerk, das man schmeckt und dem man vertraut.“ Oliver Gradwohl & Julia Bader-Gradwohl BIO VOLLWERTBÄCKEREI GRADWOHL | | |
FOTOCREDITS | 1) MARA HOHLA; 2) VERONIKA BURIK; 3) BABS ZOBL; 4) BIO VOLLWERTBÄCKEREI GRADWOHL/ MARTIN HOFFMAN; 5) Weingut Muthenthaler/ Beni Mooslechner & THOMAS STRAUB; 6) MARA HOHLA; 7) WEINGUT SCHMELZER/ ALEX LANG; 8) BIO VOLLWERTBÄCKEREI GRADWOHL/ MARTIN HOFFMAN; | |
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