Willkommen zu unserer April-Genusspost! Wir versorgen dich mit genussvollen Neuigkeiten aus der Welt von Slow Food im April...
|
| |
|
| Wer sich mit gutem Essen beschäftigt, merkt schnell: Vieles, was selbstverständlich wirkt, ist es nicht. Gerade jetzt im Frühling, wenn die Beete, die Felder vorbereitet werden und die Aussaat beginnt, stellt sich diese Frage ganz konkret: Was wächst in Zukunft auf unseren Feldern und in unseren Gärten? Alte Sorten verschwinden, wenn sie niemand mehr anbaut. Handwerkliche Verarbeitung geht verloren, wenn sie niemand weiterführt. Auch Geschmack verändert sich, wenn Lebensmittel vor allem auf Effizienz ausgerichtet sind. Ein großer Teil unserer Landwirtschaft basiert heute auf wenigen, stark vereinheitlichten Sorten. Sie sind auf Ertrag optimiert, aber oft weniger auf Geschmack, Anpassungsfähigkeit oder Widerstandskraft. Was dabei verloren geht, ist mehr als genetische Vielfalt, es ist auch ein Stück kulturelles Wissen. Gleichzeitig gibt es im ganzen Land Menschen, die bewusst einen anderen Weg gehen. Sie bewahren alte Rassen, bauen seltene Gemüsesorten an, arbeiten mit Sauerteig, fermentieren, kochen ein und entwickeln ihre Produkte mit viel Zeit und Erfahrung. Oft sind es kleine Betriebe und Initiativen. Zusammen zeichnen sie ein lebendiges Bild unserer Esskultur. Diese Ausgabe widmet sich genau dieser Vielfalt. Sie zeigt sich auf Jungpflanzenmärkten, im Garten, im Saatgut und auf dem Teller. Denn: Vielfalt bleibt nur erhalten, wenn sie genutzt wird. Wer anbaut, verarbeitet, weitergibt und kocht, hält sie lebendig. | |
|
aus der Arche des Geschmacks Alte Sorten & Rassen – Vielfalt bewahren. Essen, was wir retten wollen. | |
|
| Die Wiener Weinbergschnecke blickt auf eine lange kulinarische Tradition zurück. Mit ihrem feinen, erdig-nussigen Aroma war sie bis ins frühe 20. Jahrhundert ein fester Bestandteil der österreichischen Küche: gekocht, gebraten oder auch süß zubereitet. Was heute fast vergessen ist: Wien galt einst als europäische Schneckenhochburg. Rund um die Peterskirche wurden sie als „Wiener Austern“ verkauft – ein alltägliches Gericht, das fest zur Stadtkultur gehörte. Erst mit veränderten Essgewohnheiten verschwand die Schnecke langsam aus der Küche. Heute erlebt sie eine neue Aufmerksamkeit. Am südlichen Stadtrand von Wien hat Andreas Gugumuck die Tradition wieder aufgegriffen und verbindet sie mit einem zeitgemäßen Zugang zur Landwirtschaft. In naturnaher Freilandhaltung entstehen hier Produkte, die alte Rezepte neu interpretieren und zugleich zeigen, wie ressourcenschonend tierische Lebensmittel erzeugt werden können. | | | |
Pissaladière mit Wiener Schnecken von Gugumuck ein Rezept der VIELFALT von Slow Food Köchin Bernadette Wörndl | |
| In dieser Pissaladière, einer französischen Verwandten der Pizza, verbindet Bernadette Wörndl die Wiener Weinbergschnecke mit einer klassischen, bodenständigen Zubereitung. Die Basis bildet ein buttriger Teig, der bewusst nicht vollständig homogen verarbeitet wird: Ein Teil der Butter bleibt in kleinen Stücken sichtbar und sorgt beim Backen für eine feine, blättrige Struktur. Der Belag setzt auf wenige, gut aufeinander abgestimmte Komponenten: Zwiebeln werden langsam geschmort, bis sie weich und leicht karamellisiert sind, und mit Weißwein, Kräutern und Gewürzen verfeinert. Dazu kommen Paprika, Wiener Schnecken und Kapern. Et voilà! | | | |
| |
über den Tellerrand gelesen, gehört & entdeckt | |
| | Podcast „Let's talk about bio“: Samenfestes Saatgut Am Anfang jeder Vielfalt steht ein Samen. In dieser Podcastfolge des Bio Austria Podcasts „Let's talk about bio“ sprechen Anna Ambrosch und Katrin Kanape mit Bernhard Worresch von der Bio Ernte Steiermark darüber, warum samenfeste Sorten eine zentrale Rolle für eine zukunftsfähige Landwirtschaft spielen und weshalb ihre Vermehrung heute wieder an Bedeutung gewinnt. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wo Vielfalt beginnt und wie sie sich im eigenen Garten weitertragen lässt. | | |
| |
Roman „Alte Sorten“ von Ewald Arenz In „Alte Sorten“ erzählt Ewald Arenz von zwei Frauen, die auf einem abgelegenen Hof zueinanderfinden. Johanna Enzinger aus unserem Team sagt über dieses Buch: „Der Roman beschreibt auf wunderbare, sensible und ruhige Art die Kraft der tiefen Verbindung – zueinander und zur Erde. Er erzählt davon, ehrlich verstanden und gesehen werden zu wollen, davon, wie sinnstiftend und heilend Handwerk ist und sein kann, und wie Nähe wirklich entsteht.“ | | | |
| |
| | „Der Geschmack von Frühling“ von Bernadette Wörndl Wenn die ersten Kräuter sprießen und Spargel, Erdbeeren und Rhabarber Saison haben, verändert sich auch die Küche. In „Der Geschmack von Frühling“ zeigt Slow Food Köchin Bernadette Wörndl, wie sich diese Zeit des Aufbruchs in einfache, alltagstaugliche Gerichte übersetzen lässt. Die Rezepte sind bewusst unkompliziert gehalten und orientieren sich am, was gerade wächst. Vom Bärlauchpesto bis zur Rhabarber-Galette entsteht so eine Frühlingsküche, die leicht wirkt und dennoch tief im Saisonalen verankert ist. | | |
| |
das „ARCHE NOAH Sortenportal“ Das neue Sortenportal von Arche Noah macht sichtbar, was oft im Verborgenen liegt: die enorme Vielfalt an alten und seltenen Nutzpflanzen. Die Plattform richtet sich an Gärtner:innen, Landwirt:innen und alle, die diese Vielfalt erhalten und weiterentwickeln möchten. Hier lassen sich seltene Sorten gezielt suchen oder in verschiedenen Pflanzenkategorien entdecken. Ausserdem gibt's Beschreibungsbögen und Vermehrungstipps – Wissen, das für den Erhalt dieser Sorten ebenso wichtig ist wie das Saatgut selbst. | | | |
| |
| | Slow Food Youth Network: World Disco Soup Day Gemeinsam kochen, Lebensmittel retten und dabei tanzen: Der World Disco Soup Day am 25.4. macht auf kreative Weise auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Initiiert vom Slow Food Youth Network entstehen weltweit Aktionen, bei denen aus überschüssigem Gemüse gemeinsam Gerichte gekocht werden. Was als „Schnippeldisko“ begann, ist heute eine globale Bewegung mit einer einfachen Idee: Ressourcen wertschätzen, gemeinsam handeln und zeigen, dass ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln auch richtig viel Spaß machen kann. | | |
| |
Bio-Jungpflanzentage am Jaklhof Beim Jungpflanzenmarkt am Jaklhof in der Steiermark steht eine breite Auswahl an saisonalen Gemüsepflanzen, Kräutern und Raritäten im Mittelpunkt – von bewährten Sorten bis zu besonderen Varianten, die im Handel kaum zu finden sind. Die Pflanzen werden direkt am Hof vorgezogen und sind an die regionalen Bedingungen angepasst. Wer hier einkauft, nimmt nicht nur Jungpflanzen mit nach Hause, sondern auch ein Stück Wissen darüber, was im eigenen Garten wachsen kann und wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. 24. & 25. April 1. & 2. Mai 8. & 9. Mai | | | |
| |
| | Raritätenbörse im Botanischen Garten Wien Zum Auftakt der Gartensaison wird der Botanische Garten der Universität Wien zum Treffpunkt für alle, die Vielfalt nicht nur denken, sondern pflanzen wollen. Die Raritätenbörse bringt Produzent:innen und Gärtner:innen zusammen, die mit seltenen und besonderen Pflanzen arbeiten – von Wildblumen bis zu außergewöhnlichen Gemüsesorten. Freitag, 17. April, 9:30 – 18:00 Samstag, 18. April, 9:30 – 18:00 Sonntag, 19. April, 9:30 – 18:00 | | |
| |
der große ARCHE NOAH Jungpflanzenmarkt in Schiltern In Schiltern ist auch der 1. Mai ganz der Vielfalt gewidmet. Im Schaugarten der ARCHE NOAH findet ein großer Bio-Jungpflanzenmarkt statt, bei dem seltene und samenfeste Sorten im Mittelpunkt stehen. Das Angebot reicht von Gemüse und Kräutern über Erdäpfel bis hin zu Obstbäumen und Beerensträuchern. Viele der Pflanzen stammen aus dem Netzwerk der ARCHE NOAH Vielfaltsbetriebe und zeigen, wie groß die Bandbreite jenseits des Standardsortiments ist. Ergänzt wird der Markt durch einen Tauschbereich, in dem Saatgut und Pflanzen weitergegeben werden. 1. Mai, 10:00 – 17:00 | | | |
| |
| | Gartenfest in der City Farm Augarten 300 verschiedene Gemüsearten, Kräuter und Raritäten warten darauf, entdeckt und mit nach Hause genommen zu werden. Das Fest markiert zugleich den Auftakt des Bio-Jungpflanzenmarktes der City Farm und zeigt, wie vielfältig urbanes Gärtnern sein kann. Führungen und ein Programm für Kinder und Familien machen den Tag zu einer Einladung, die Gartensaison bewusst zu beginnen. Die Termine 2026: 1., 2. und 3. Mai, 10:00 – 18:00 7., 8. und 9. Mai, 10:00 – 18:00 | | |
| |
zu Gast bei Neue RESTAURANTS im Slow Food Genussführer | |
„dahoam“ Gourmet-Restaurant | Leogang, Salzburg In Leogang führt Andreas Herbst mit dem „dahoam“ das Gourmetrestaurant der Riederalm – ein Ort, an dem alpine Küche zeitgemäß interpretiert wird. Seine Gerichte sind tief in der Region verwurzelt und verbinden traditionelle Rezepte mit handwerklicher Präzision. Im Mittelpunkt stehen Produkte, deren Herkunft nachvollziehbar ist – vom Saibling aus Leogang bis zu Gemüse, Fleisch und Milchprodukten aus dem regionalen Slow Food Netzwerk. Eine Landkarte im Restaurant macht diese Beziehungen sichtbar und zeigt, wie eng Küche und Region miteinander verbunden sind. | | | |
| |
| | Julius Seitner Hütte | Türnitz, Niederösterreich Am Eisenstein bei Türnitz führt Bernhard Schwarz die Julius Seitner Hütte als Genusshütte, die klassisches Hüttenleben mit einer klaren Haltung verbindet. Gekocht wird mit hochwertigen, meist biologischen Grundprodukten, viele davon stammen von Betrieben aus der unmittelbaren Umgebung – vom Brot bis zu Milchprodukten und Fleisch aus den umliegenden Tälern. Die Küche ist bewusst klein gehalten, saisonal gedacht und handwerklich geprägt. Trotz logistischer Herausforderungen entsteht hier eine Küche, die zeigt, wie Slow Food auch am Berg gelebt werden kann. | | |
| |
Hotel zum Weissensee | Gatschach, Kärnten Am Weissensee führt die Familie Koch ihr Hotel in vierter und fünfter Generation und verbindet dabei Tradition mit einer konsequent saisonalen Küche. Franziskus Koch kocht, was die Umgebung und die Jahreszeit hergeben, in enger Zusammenarbeit mit Produzent:innen aus der Region und mit Zutaten, die teilweise direkt am eigenen Acker wachsen. Die Küche orientiert sich weniger an festen Rezepten als an dem, was gerade verfügbar ist. Einmachen, Fermentieren und ein respektvoller Umgang mit Lebensmitteln sind dabei ebenso selbstverständlich wie die Verarbeitung des ganzen Produkts. | | | |
| |
|  für den Terminkalender | |
Donnertag, 16.04.2026 Ölmühle Fandler | Cook & Talk mit Maria Gaukel: „Natürlich im Gleichgewicht – Frauengesundheit im Fokus“ | | | |
| |
Donnerstag, 16.04.2026 Slow Food Oberösterreich | Genuss ist grenzenlos | | | |
| |
17. bis 19.04.2026 Spezerey: 10-Jahres-Jubiläum & Weinfrühling Gols | | | |
| |
Freitag, 17.04.2026 Kunst zu Gast beim Pankrazhofer | | | |
| |
Freitag, 17.04.2026 Die Pastamacher | Shaun das Schaf – Fine-Dining-Menü | | | |
| |
Samstag, 18.04.2026 Jaklhof | Ganztagesworkshop – Selbstvesorgung im eigenen Gemüsegarten | | | |
| |
Samstag, 18.04.2026 Bio Ernte Steiermark | Biofest Deutschlandsberg | | | |
| |
Sonntag, 19.04.2026 Slow Food Oberösterreich | ein Tag am Bergergut mit Thomas Hofer | | | |
| |
Mittwoch, 22.04.2026 Slow Food Vorarlberg | Slow-Food-Werkstatt: Brotback-Kurs mit Agathe Lingenhel | | | |
| |
24. & 25.04.1987 Bio-Jungpflanzentage am Jaklhof | | | |
| |
Freitag, 24.04.2026 Retter BioGut | Zero-Waste-Dekorationskurs mit Naturmaterialien | | | |
| |
Samstag, 25.04.2026 Slow Food Oberösterreich | Mittagsbrunch im Bun Voyage & Führung am Bio Apfelhof Stögermayr | | | |
| |
Samstag, 25.04.2026 Zukunftshof | ZukunftsErwachen | | | |
| |
Samstag, 25.04.2026 Regionalmarkt Horn – Markt der Erde | | | |
| |
30.04. bis 04.05.2026 Steirisch AufRETTERn im Retter Bio-Natur-Resort | | | |
| |
01. bis 02.05.2026 Bio-Jungpflanzentage am Jaklhof | | | |
| |
| |
| | „Wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne die Luft erwärmt, dann verspüren wir neuen Mut und frische Energie in uns. Die Lust auf frisches Obst und Gemüse steigt, das Verlangen nach zartem Grün ist kaum noch zu bremsen. [...] Ungeduldig wandere ich in die Küche und kann es kaum erwarten, all die frühlingshaften Gerichte und Rezepte auszuprobieren. Radieschen wollen fein gehobelt, Holunderblüten zu Sirup gekocht und Kräuter zu feinen Saucen gerührt werden. Auch für die zarten Radieschenblätter findet sich eine Verwendung. Endlich ist er da, der Frühling, nicht nur eine Jahreszeit, vielmehr ein Gefühl, das unsere Herzen erblühen lässt.“ BERNADETTE WÖRNDL IM BUCH DER GESCHMACK VON FRÜHLING | | |
FOTOCREDITS | 1) BERNADETTE WÖRNDL; 2) GUGUMUCK/ KARIN NUSSBAUMER; 3) BERNADETTE WÖRNDL; 4) BIO AUSTRIA; 5) DUMONT VERLAG; 6) VERLAG ARS EDITION; 7) ARCHE NOAH; 8) SLOW FOOD YOUTH NETWORK; 9) JAKLHOF; 10) RaritätenbörsE/ BGUW_R. Hromniak; 11) ARCHE NOAH; 12) CITY FARM AUGARTEN; 13) RIEDERALM/ CREATING CLICK; 14) JULIUS SEITNER HÜTTE; 15) HOTEL ZUM WEISSENSEE/ BYSTORYMANUFAKTUR; | |
|  Vernetz dich mit uns! Entdecke unser buntes Netzwerk auf Instagram und teile deine Ideen, deine liebsten Lebensmittelhandwerker:innen und Gastronom:innen mit uns mit den Tags: @slowfood_oesterreich #slowfoodoesterreich Du hast diesen Newsletter weitergeleitet bekommen und er gefällt dir? Registriere dich mit deiner Email-Adresse, damit du keinen Newsletter verpasst. | | | |
| Unsere Website und unser Newsletter wären nicht möglich ohne unsere Sponsoren. Wir danken unseren Unterstützer:innen:  | |
| Kontakt & Impressum: Verein Slow Food Österreich Wolfgangstein 23 4550 Kremsmünster redaktion@slow-food.at © 2026 Slow Food Österreich | | Du erhältst diesen Newsletter, weil du dich in der Vergangenheit für unseren Newsletter angemeldet hast. Du möchtest keine Mails mehr erhalten? Dann kannst du dich natürlich jederzeit hier wieder abmelden. Wir hoffen aber, dass du auch weiterhin an unseren Aktivitäten für gute, saubere und faire Lebensmittel Interesse hast. | |