Kaindorf

Bio-Bauernhof Loidl

Maria und Fritz Loidl gehören mit ihren Äpfeln zu den Biopionier*innen in der Steiermark. Einfach ist das bei Obst nicht immer. Aber anders könnten sie es sich trotzdem nicht mehr vorstellen.

Wenn man mit den Kunden redet und sie zufrieden sind: Das ist die Motivation.

Maria Loidl

Es war ein einschneidendes Erlebnis, das Maria und Fritz Loidl letztlich zu Biopionier*innen machte: eine Herbizidvergiftung, die sich Fritz Loidl bei der Arbeit für den Maschinenring holte. Als er als junger Mann nach dem Spritzen benachbarter Getreidefelder zusammenbrach und der Hausarzt Vergiftungserscheinungen feststellte, die man aus dem Vietnamkrieg kannte, war für die Familie klar: Ihr Bauernhof im steirischen Kaindorf, auf dem sie schon vorher längere Zeit ein paar Felder biologisch bewirtschafteten, wird definitiv umgestellt.

Seit 1984 produziert die Familie nun Bio-Äpfel, Pfirsiche, Brombeeren und Holler – und daraus unter anderem Säfte – sowie Getreide. Vor allem beim Obst ist der Verzicht auf chemische und synthetische Mittel mitunter eine Herausforderung. „Wir haben schon alles erlebt“, sagt Fritz Loidl. Auf Jahre mit reicher Ernte folgen welche, in denen die rund 5000 Bäume nur ein paar Kisten unbeschädigter Äpfel abwerfen. „Uns sind sogar schon beim Ernten die Würmer herausgekrochen.“ Die immerhin ein Indikator für die Naturbelassenheit sind.

Konventionell zu wirtschaften kommt für Maria und Fritz – deren jüngster Sohn Tobias inzwischen mit an Bord ist und neue Produkte entwickelt – jedenfalls nicht in Frage. „Die Motivation ist halt, wenn die Leute zufrieden sind und sagen: 'Fix, das ist gut. Ich habe noch nie so gute Äpfel gegessen“, sagt Maria Loidl. Und wenn man mit ihnen durch den Apfelhain spaziert, der quasi direkt vor der Haustüre beginnt, merkt man: Auch ihnen selbst schmeckt es nach wie vor. Maria Loidl pflückt einen Rubinette, Fritz holt sich einen Karneval. Nicht sein erster: Es ist sein dritter Apfel heute.

Auf einen Blick:

Produzent*in

Bio-Bauernhof Loidl