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Bio-Ente und Bio-Hahn - Zwei nicht alltägliche Projekte der Eiermacher

Die Eiermacher möchten mit einer gesunden Tierhaltung gesunde Lebensmittel von höchster Qualität erzeugen. Seit 2014 werden im oberösterreichischen Kremsmünster zwei Vorzeigeprojekte in Sachen Tierhaltung und Tierwohl umgesetzt und seit 2020 unterstützen die Eiermacher Slow Food Österreich.

Das erste Projekt ist die Bio-Ente aus Oberösterreich: Obwohl es in den letzten 50 Jahren um Enten in Österreich sehr ruhig geworden ist, hat ihr Fleisch doch eine lange Tradition. 0,4 kg werden im Schnitt pro Kopf und Jahr verzehrt. Allerdings sind nur 3 % der Tiere aus Österreich und kommen von kleinen Direktvermarkter*innen. Die anderen 97 % stammen derzeit zumeist aus Frankreich, Osteuropa oder China. In all diesen Ländern ist die Haltung der Tiere fragwürdig. Stopfmast, Lebendrupf und Kupieren von Schnäbeln sind hier alltägliche Praktiken, bevor die Tiere im Alter von fünf bis sechs Wochen geschlachtet werden.

Die Eiermacher gehen einen anderen Weg und haben sich der Ente angenommen. Besonders wichtig ist ihnen dabei, dass alle Produktionsschritte nach biologischen Gesichtspunkten ablaufen: Die Bio-Enten leben in Ställen mit viel Tageslicht. Diese werden täglich frisch eingestreut und zusätzlich gibt es einen Wintergarten mit Wasserwannen und großzügigem Auslauf ins Freie. Gefüttert mit bestem Bio-Futter wachsen die Enten so gesund und natürlich heran, ehe sie im Alter von etwa sieben Wochen geschlachtet werden.

Hinter dem Projekt Bio-Hahn steht eine weitere Grundsatzentscheidung der Eiermacher: Wer Legehennen hält, nimmt grundsätzlich in Kauf, dass in einer Brüterei für jedes weibliche Legeküken ein männliches (Eintags-)Küken getötet wird. Diese gängige Praxis ist zwar einer breiten Bevölkerungsmehrheit bekannt, wird aber in den letzten Jahren von vielen Konsument*innen kritisch hinterfragt. Die Gesellschafter*innen der Eiermacher GmbH haben daher im November 2014 entschieden, ihre Lieferbetriebe künftig ausschließlich mit eigenen Bio-Küken zu versorgen. Auch wurde entschieden, dass in der Bio-Legehennenhaltung alle männlichen Eintagsküken aufgezogen werden. Die Aufzucht der Hahnenküken erfolgt in Bio-Stallungen mit Grünauslauf, ehe sie im Alter von zehn Wochen geschlachtet und zu einem hochwertigen Lebensmittel weiterverarbeitet werden.

Regionalität, hochwertige Lebensmittel und größtmögliches Tierwohl sind unser Anspruch. Slow Food vertritt die gleichen Werte, daher ist es nur logisch, dass wir diesen gleichen Qualitäts- und Anspruchsgedanken für Lebensmittel in unserer Partnerschaft verbinden.

Manfred Söllradl

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Bio-Ente und Bio-Hahn - Zwei nicht alltägliche Projekte der Eiermacher

Manfred Söllradl
4550 Kremsmünster
Krift 51