Safran braucht Geduld, Aufmerksamkeit und das richtige Klima. Im Seewinkel, geprägt von trockenen Sommern und spätem Frost, hat Dominik Berger ideale Bedingungen für diese anspruchsvolle Kultur gefunden. Aus anfänglicher Faszination ist Seewinkler Biosafran entstanden – ein biologischer Betrieb, der auf Handarbeit, kleine Mengen und klare Herkunft setzt.
„Im Safranfeld gibt der Herbst den Takt vor. Ich kann nur aufmerksam sein und im richtigen Moment handeln.“
Dominik Berger
Manchmal genügt eine einzige Reportage, um einen Gedanken Wurzeln schlagen zu lassen. Als Dominik Berger erstmals tiefer in die Welt des Safrans eintauchte, war schnell klar: Diese anspruchsvolle Kulturpflanze braucht nicht nur Begeisterung, sondern vor allem das richtige Umfeld. Im Seewinkel fand er beides. Das pannonische Klima mit trockenen Sommern, wenig Niederschlag und spätem, mildem Frost bietet ideale Voraussetzungen für den Safrananbau – seltene Bedingungen, die hier auf natürliche Weise zusammentreffen.
Seit sechs Jahren bewirtschaftet Dominik sein Safranfeld, heute auf einer Fläche von 0,75 Hektar. Im Herbst, wenn die lilafarbenen Blüten erscheinen, beginnt die intensivste Zeit des Jahres. Bis zum ersten Frost werden täglich die frisch geöffneten Blüten von Hand geerntet. Aus jeder Blüte werden die feinen roten Narben gelöst, die den Safran zu einem der kostbarsten Gewürze der Welt machen.
Die Erntemenge ist klein: Rund 750 Gramm Safran entstehen pro Jahr. Getrocknet wird der Safran bei Raumtemperatur über vier bis fünf Tage – langsam und schonend, um Farbe, Duft und Geschmack bestmöglich zu bewahren. Mechanische Verfahren kommen nicht zum Einsatz; hier entscheidet Erfahrung über den richtigen Moment.
Der Safran wird in Kleinstmengen als reine Fäden verkauft – konzentriert, intensiv und unverfälscht. Darüber hinaus entstehen in Handarbeit feine Weiterverarbeitungen wie Safran-Sirup, Toffees und Knabber-Gebäck, die das Gewürz auf neue, regionale Weise erlebbar machen. Immer steht dabei der Safran selbst im Mittelpunkt: nicht als exotischer Luxus, sondern als ehrliches Produkt mit Herkunft.
bio-zertifiziert
Dominik Berger
7161 St. Andrä am Zicksee
Tadtenerstraße 15