Kapfenstein

Weingut Winkler-Hermaden

Schon seit vielen Jahrzehnten gedeiht auf den Rebflächen der Familie Winkler-Hermaden rund um Schloss Kapfenstein Wein. Doch seit einigen Jahren rücken hier neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorten in den Fokus. Die junge Winzer-Generation rund um Christof Winkler-Hermaden will zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt.

„PiWi-Sorten haben ein großes Potential.“

Christof Winkler-Hermaden

„Wie alle Rebsorten brauchen auch PiWi-Sorten Zeit, damit sie Komplexität entwickeln“, sagt Christof Winkler-Hermaden. „Trauben aus jungen Weingärten haben nie dieselbe Komplexität wie Trauben von älteren Rebstöcken.“ Der junge Winzer ist überzeugt vom großen Potential der neueren, pilzwiderstandsfähigen Züchtungen. Zwar ist der Großteil der rund 37 Hektar Weingärten im steirischen Vulkanland mit traditionellen, steirischen Rebsorten wie Morillon, Sauvignon Blanc, Welschriesling und Weißburgunder bepflanzt. Doch seit Christof und seine Brüder Thomas und Wolfgang das Weingut 2018 übernommen haben, arbeiten sie immer mehr mit den seit rund 30 Jahren gezüchteten PiWi-Rebsorten, vor allem mit den Sorten Muscaris und Souvignier Gris. Ein wichtiger Grund dafür: Pilzwiderstandsfähige Sorten benötigen rund 80 Prozent weniger Pflanzenschutz und sind daher gut für den Weingarten und die CO2-Bilanz.

Das Weingut hat eine lange Tradition: Es ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz. Damals erbte Christofs Urgroßmutter Helene – zu jener Zeit Gutsverwalterin – das historische Schloss Kapfenstein und die umliegenden Wälder, Äcker und Weingärten, mitsamt dem alten Weinkeller aus dem Jahr 1800. In dem reifen noch heute die Weine, seit mehr als 30 Jahren außerdem in Barrique-Fässern, die aus Kapfensteiner Eichen aus den eigenen Wäldern hergestellt werden. Geerntet werden die Weine damals wie heute von Hand. Auf den steilen Hängen aus vulkanischem Basalt und Tuff lassen sich keine Maschinen einsetzen. Und: Schon seit 2009 wird die gesamte landwirtschaftliche Fläche am Weingut Winkler-Hermaden biologisch bewirtschaftet.

Wein ist nämlich längst nicht alles, was rund um Schloss Kapfenstein gedeiht. Seit der Umstellung auf biologische Landwirtschaft werden auch die lange Zeit verpachteten Ackerflächen wieder selbst genutzt. Heute wachsen dort Soja, Fenchel, Getreide, Mais und Ölkürbis. In den Streuobstgärten wiederum gedeihen Quitten, Äpfel, Birnen und Feigen, aus denen Christofs Mutter Säfte und Fruchtaufstriche produziert. Sie sind im eigenen Hofladen erhältlich – so wie natürlich auch die Weine.

Danke an die Steiermärkische Sparkasse, die dieses Produzent*innen-Porträt ermöglicht hat.

Auf einen Blick:

Produzent*in

Weingut Winkler-Hermaden

Christof Winkler-Hermaden
8353 Kapfenstein
Kapfenstein 106