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Farming for Nature – Bäuerinnen und Bauern als Botschafter*innen für Biodiversität

Landwirtschaft prägt unsere Landschaften und kann Lebensräume lebendig und vielfältig gestalten. Farming for Nature macht jene Bäuerinnen und Bauern sichtbar, die mit ihrem täglichen Tun Verantwortung für Natur, Tiere und kommende Generationen übernehmen und zeigen, wie Vielfalt in der Kulturlandschaft entstehen kann.

„Wer Landwirtschaft langfristig denkt, denkt Vielfalt mit – nicht als Ideal, sondern als Grundlage für Qualität, Resilienz und echten Wert.“

Wolfgang Suske

Bäuerinnen und Bauern, die Vielfalt leben und weitergeben

Im Mittelpunkt von Farming for Nature stehen die Biodiversitäts-Botschafter*innen: Bäuerinnen und Bauern aus ganz Österreich, die mit unterschiedlichen Ausgangslagen und Ansätzen zeigen, dass naturnahe Bewirtschaftung praxistauglich, wirksam und zukunftsfähig ist. Jedes Jahr werden Betriebe nominiert und eine unabhängige Jury wählt fünf Biodiversitäts-Botschafter*innen aus, deren Höfe und Arbeitsweisen besonders inspirierend sind.

So führt Roswitha Marold im Ennstal einen biologischen Milchviehbetrieb nach dem Leitsatz „Mit der Natur aus Liebe zum Tier“. Statt auf Höchstleistung setzt sie auf Tiergesundheit, lange Lebensdauer der Kühe und eine extensive Bewirtschaftung ihrer Wiesen. Blühstreifen, Gewässerrandzonen und spät gemähte Flächen bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und seltene Arten wie den Wachtelkönig. Ihre Erfahrung zeigt: Weniger Intensität schafft mehr Leben, für Tiere, Natur und Menschen.

Biodiversität beginnt im Boden

Dass Biodiversität auch im konventionellen Ackerbau möglich ist, zeigt Josef Pfeffer aus Niederösterreich. Er bewirtschaftet einen Familienbetrieb mit Schwerpunkt Ackerbau und Schweinehaltung und setzt konsequent auf regenerative, bodenschonende Bewirtschaftung. Pfeffer verzichtet weitgehend auf Pflügen, hält den Boden ganzjährig bedeckt und baut vielfältige Zwischenfruchtmischungen mit bis zu 15 Pflanzenarten an. Regenwürmer spielen dabei eine zentrale Rolle, sie stehen sinnbildlich für gesunde und lebendige Böden. Durch seine Maßnahmen konnte Josef Pfeffer den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich reduzieren und gleichzeitig Bodenfruchtbarkeit, Wasserhaltefähigkeit und Artenvielfalt steigern. Sein Betrieb zeigt eindrucksvoll: Ökologie und Ökonomie schließen einander nicht aus, sie ergänzen sich.

Magerwiesen als Erbe für kommende Generationen

In Vorarlberg bewirtschaftet Tanja Moser ihre steilen Bergwiesen mit standortangepassten Tieren wie Original Braunen Kühen und Mohairziegen. Neun Hektar ihrer Flächen sind artenreiche Magerwiesen, die sie mit großem körperlichem Einsatz selbst mäht. Diese Wiesen sind nicht nur Hotspots der Biodiversität, sondern auch klimafit: Ihr dichtes Wurzelwerk schützt vor Erosion und Starkregen. Für Tanja Moser sind sie ein lebendiges Erbe für ihre Kinder und für eine widerstandsfähige Kulturlandschaft.

Sichtbarkeit schaffen, Wandel ermöglichen

Farming for Nature bringt die Geschichten dieser Bäuerinnen und Bauern in die Öffentlichkeit. Bei Bauernhof-Spaziergängen, Online-Küchentischgesprächen und in Kurzfilmen teilen die Biodiversitäts-Botschafter*innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Ziel ist es, Wertschätzung für biodiversitätsfördernde Landwirtschaft zu stärken, Wissen zu teilen und Mut zu machen, neue Wege zu gehen.

Das Projekt Farming for Nature wird von SUSKE Consulting sowie dem Bio Verband Erde & Saat mit finanzieller Unterstützung vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und der Europäischen Union durchgeführt.

Auf einen Blick

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Farming for Nature – Bäuerinnen und Bauern als Botschafter*innen für Biodiversität

Wolfgang Suske
1020 Wien
Hollandstraße 20/11