Dieser Eintrag wurde vom Betrieb selbst verfasst, da unser Slow Food Team bislang noch nicht die Möglichkeit hatte, den Betrieb persönlich mit Redakteur:in und Fotograf:in zu besuchen. Dennoch garantieren wir, dass alle aufgenommenen Betriebe zu 100% unseren Kriterien „gut, sauber und fair“ entsprechen Plätze im Slow Food Genussführer können niemals gekauft, sondern nur verdient werden.
„Man soll Dinge von großer Bedeutung mit Leichtigkeit unternehmen. Dinge von geringer Bedeutung gehe man mit Ernsthaftigkeit an“, heißt es in der Hagakure. Vom Japan des 18. Jahrhunderts ist es dann nur ein kleiner Schritt zum KABUFF am Lendkai in Graz, passenderweise auf der ehemals „falschen Seite“ der Mur gelegen.
Dort, direkt am Fluss, hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Stadtteil neu erfunden – nach Graz 2003 küsste sich „der Lend“ von selbst wach. Hier blüht auch die Küche im KABUFF auf, während sie sich der Ausgelassenheit und Ungezwungenheit hingibt und entspannt daran geht, die Stimmung der Gäste nicht mit übermäßig komplizierten Aromenkonstruktionen zu stören. Das Ergebnis auf dem Teller: unverkopfte, unkomplizierte Bistro-Wohlfühlgerichte, unterfüttert mit einer sorgfältig kuratierten Auswahl an natürlichen Weinen. Ein Kernelement ist das Teilen – Eva Schnabls Gerichte werden von Julia Schnabl und Klemens Grassl in der Tischmitte serviert, zum gemeinsamen Genießen. Vereint sind die drei Kostverfechter in ihrer Liebe zum Sauerteig, im KABUFF selbst als einfaches Butterbrot eine Sternstunde, wenn das Brot frisch und voller Erinnerungen aus dem Ofen kommt – mit aufgeschlagener Butter und Schnittlauch aus dem eigenen Garten.
Die ersten Entscheidungen in der Küche des KABUFF werden übrigens immer auf dem Feld getroffen – direkt im eigenen Garten oder bei ausgewählten Partner:innen. Die letzten Entscheidungen erst, nachdem die verbliebenen Schnipsel gedanken-, sinn- und geschmackvoll verwertet wurden – weil alles, das gut schmeckt, auch wert ist, auf den Teller zu kommen. Dazwischen liegen: Liebe und die Freude am Experiment. So entsteht ein buntes Potpourri, eine Symbiose aus Innovation und einem feinen Gespür dafür, Gerichte in einen zeitgemäß charmanten Kontext einzubetten. Das KABUFF hat dabei in der vergleichsweise kurzen Zeit seines Bestehens ein ureigenes, ungekünsteltes Rezept für Gastfreundschaft entwickelt – immer abgeschmeckt mit der einen, kleinen Prise Festlichkeit, die das Gewöhnliche vom Ungewöhnlichen unterscheidet.
Willkommen in einer Oase der Ruhe – voller Geschmack, voller Farben, voller Leben. Mit einer Küche als eigenem Kosmos, der viel über die Welt und die Zeit, in der wir leben, verrät. In der Essen als eine der wirkungsvollsten Kräfte auf diesem Planeten Kultur, Natur und Menschen verbindet. Umso besser, wenn’s den Gästen auch noch ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
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