Zierfandler – ein Name, der nicht nur Kenner:innen feiner Weißweine aufhorchen lässt. Diese charaktervolle Rebsorte ist ein echter Schatz der niederösterreichischen Thermenregion und überzeugt mit eleganter Tiefe, beeindruckender Langlebigkeit und einem ganz eigenen Aroma-Spektrum.
Der Zierfandler ist eine Rarität unter den Weißweinsorten – und fest mit der Thermenregion südlich von Wien verbunden. Nur rund 60 Hektar Rebfläche, fast ausschließlich in Orten wie Gumpoldskirchen oder Traiskirchen, sind mit dieser traditionsreichen Rebe bestockt. Sie ist eine natürliche Kreuzung aus Rotem Veltliner und einer Traminer-ähnlichen Sorte. Ihren Zweitnamen „Spätrot“ verdankt sie der rötlichen Färbung der Beeren zur Reifezeit.
Im Glas zeigt sich der Zierfandler vielschichtig: jung mit Aromen von Zitrus und Ananas, gereift mit floralen, nussigen und mineralischen Noten. Seine feine Balance aus Frische und Schmelz macht ihn zum vielseitigen Speisenbegleiter – egal ob zur klassischen Winzerjause, zu Fisch, Geflügel oder asiatischer Küche.
Geprägt wird der Wein vom besonderen Terroir der Region: kalkreiche Böden mit fossilen Muschelresten, warme Tage, kühle Nächte und ein Hauch pannonisches Klima. Trotz jahrhundertealter Weinbautradition war der Zierfandler lange kaum bekannt. Erst durch das Engagement weniger Winzer:innen, wie dem Weingut Stadlmann, kehrte er ins Rampenlicht zurück und ist heute das “weiße Aushängeschild” der Region.
Bernhard Stadlmann
2514 Traiskirchen
Wiener Straße 41
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