Inzersdorf im Kremstal

Hafner zu Wanzbach

Der Hafner zu Wanzbach ist nicht nur Bio-Ackerbaubetrieb und Bio-Gemüsebetrieb, sondern auch noch Bio-Hofbäckerei. Eine engagierte Hofgemeinschaft rund um Andi Hoffmann wirtschaftet in Inzersdorf im Kremstal im Kreislauf und vermarktet ihre Lebensmittel direkt ab Hof.

Jeder kann mit seinen Quadratmetern etwas tun.

Margit HofFmann-Derflinger

„Ich hab‘ immer schon von einer richtigen Hofgemeinschaft geträumt,“ sagt Andi Hoffmann. Gemeinsam mit seinem Vater, dessen Frau und einer zweiten Familie bewirtschaftet er den Hof, den alle unter dem Namen „Hafner zu Wanzbach“ kennen: einen vielfältigen Bio-Betrieb in Inzersdorf im oberösterreichischen Kremstal. Auf den Ackerflächen gedeihen Roggen und Dinkel, die am Hof frisch vermahlen werden. Bäckerin Carola, die mit ihrem Mann ebenfalls am Hof lebt, bäckt daraus täglich Sauerteigbrote, Dinkelgebäck und den für die Region typischen Mohnzopf. Ihre Brote sind allesamt langzeitgeführt – das Brühstück setzt sie oft zwei Tage vor dem Brotbacken an.

Einmal ums Hauseck weiden alte Schweinerassen: rote Mangalitza, Wollschweine und viele mehr, von jeder Rasse ein bis zwei Stück („Ich steh auf alte Rassen“). Auf einer Alm in der Nähe des Hofes startet Andi zudem gerade mit Burenziegen, einer Fleischziegenrasse, die sehr genügsam ist: Die Ziegen fressen auch das „Gstaudat“ auf der Alm, wie Andi es nennt, und halten die Almwiesen damit frei. „Die Weidewirtschaft taugt mir voll.“

Ein Stück vom Hof-Ensemble entfernt liegen die Gemüsegärten von Senior-Chefin Margit Hoffmann-Derflinger. Über 25 verschiedene Tomatensorten baut die leidenschaftliche Gärtnerin jedes Jahr an, selbst im Winter hat sie in ihren Gärten eine große Gemüsevielfalt, die sie mit dem Brot aus Carolas Backstube auf Märkten und an FoodCoops verkauft („Wenn du als Produzent selbst dastehst, kannst du anders argumentieren“). Doch nicht alles wird geerntet – einige Pflanzen lässt Margit bewusst auswachsen: für die Bienen und Schmetterlinge. „So versuche ich meinen Beitrag für die Natur zu leisten“, sagt sie. „Jeder kann mit seinen Quadratmetern etwas tun.“ Auf Margits Gemüsefelder und Folientunnel folgen übrigens weitere Gemüsekulturen: die des „Krünzeug“, eines Gemüsebetriebs, denen Andi seit 2014 Flächen auf seinem Hof verpachtet: „Sie bereichern unsere Hofgemeinschaft.“

Danke an die Sparkasse Oberösterreich, die dieses Produzent*innen-Porträt ermöglicht hat.

Auf einen Blick:

Produzent*in

Hafner zu Wanzbach

Andreas Hoffmann
4565 Inzersdorf im Kremstal
Frankweg 2

Markt: Wartberg an der Krems (Donnerstag, 15:00-19:00); Bad Hall (Freitag 14:00-17:00); Steyr (Samstag 8:00-11:30); Schlierbach (Samstag 8.00-11:30)